HandlungPeter Parker. Ein Durchschnittstyp, der in den Tag hineinlebt und wesentlich mehr mit Tollpatschigkeit, als mit Attraktivität oder Selbstbewusstsein auffällt. Nach dem Tod seiner Eltern wächst er bei seinem Onkel Ben und seiner Tante May auf, die ihn lieben, als wäre er ihr eigener Sohn. Und dann ist da Mary Jane, die Nachbarstochter, in die Peter schon lange verliebt ist. Als er eines Tages in einem Labor von einer genmanipulierten Super-Spinne gebissen wird, entwickelt er daraufhin merkwürdige Kräfte und schon bald wird aus Peter, dem Durchschnittstyp Spider-Man, der große Held. Doch in der Stadt für Gerechtigkeit zu sorgen oder sich für den Tod des Onkels zu rächen ist nicht ungefährlich, denn schon bald kommen Feinde auf, die es nicht nur auf Spider-Man absehen, sondern auch auf alles, was er liebt ...
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Meine Meinung
Bevor ich beginne sollte zunächst gesagt sein, dass ich kein besonders großer Spider-Man Fan oder so war, als ich mich letzte Woche dazu überreden ließ ins Kino zu gehen, um "The amazing Spider-Man" zu schauen. Trotzdem ging ich mit und schaute mir (nach all der Kritik von Leuten, die die ersten drei Verfilmungen sehr gut fanden) anschließend am vergangenen Wochenende die "Originalfilme" an. Und ich muss sagen, dass ich sehr überrascht war, weil ich damit gerechnet hätte, dass mir diese nicht allzu sehr gefallen würden.
Der Regisseur Sam Raimi hat aus der Geschichte um Spider-Man (die ursprünglich aus einem Comic bestand) wirklich großes Kino gemacht. Im Vergleich zu "The amazing Spider-Man" sind die Charaktere in den drei Teilen viel tiefgründiger dargestellt, mit wesentlich mehr Hintergrund. Was in der "Kurzfassung" selbstverständlich anders kaum möglich ist, mir aber dennoch wirklich fehlte. Nicht nur Peter selbst, sondern auch Mary Jane, Tante May, Harry und einige andere Rollen, ja bis hin zum Chef einer Agentur, bekommen ihren ganz eigenen Charakter und nehmen ihren Platz im Film ein, ohne zu kurz zu kommen, ganz egal, wie klein die Rolle auch ist.
Raimis Liebe zum Detail spürt man darüber hinaus aber sowieso in allen drei Filmen, die bis zum Schluss nicht an Spannung verlieren. Vor allem von der Bildarbeit war ich begeistert, die wirklich nicht zu wünschen übrig lässt. Mit guten Kampfszenen, interessanten Laborversuchen, tollen Charakteren und einem gewissen Charme, der sich durch die Filme zieht, schafft er es tatsächlich, die Geschichte am Laufen zu halten, ohne dabei unnötig viel in die Länge zu ziehen oder sich zu wiederholen. Die Filme zeigen nicht stundenlang Spider-Man, der durch die Gegend fliegt und irgendwelche Wesen bekämpft, nein. Es ist wirklich ausreichend viel Hintergrund dabei, genügend realistische Handlung drum herum, die das Ganze wirklich sehenswert macht.
Bei einigen Szenen, dachte ich zwischendurch "Ja, natürlich. Jetzt wirkt es doch ein wenig überzogen", was allerdings nicht häufig vorkam und durch den Rest auch schnell wieder gut gemacht war. Die Schauspielerischen Leistungen haben mir gefallen, besonders Tobey Maguire setzte sein Können bestens um und nahm seine Rolle des "typischen Studenten", sowie die des Spider-Mans hervorragend an (komisch finde ich den trotzdem xD). Die einzige, die mir nicht gefallen hat, war Kirsten Dunst. Leider kann ich nicht ganz festmachen, woran es lag. Sie gefiel mir in ihrer Rolle einfach nicht. Was ich auch etwas schade fand, da diese ja schon eine große, wichtige war.
Mein persönliches Highlight stand schon fest, als ich nach einer halben Minute Vorspann plötzlich bemerkte, dass mir diese Art der Musik doch unheimlich bekannt vorkam. Oh ja, da hatte der gute, alte Danny Elfman seine Finger mal wieder mit im Spiel. Tja und Filme mit Musik von Danny Elfman gewinnen ja allein deshalb schon (mindestens!) ein Sternchen :D Und nach allen drei Filmen muss ich sagen, hat der Herr sich wieder einmal bewiesen. HUT AB! ;)
Meine Punktvergabe ist auf alle drei Filme zusammen bezogen!
Fazit
Eine wirklich schöne Geschichte mit viel Action und dennoch ausreichend Herz und Humor ... verfilmt in drei echt guten Filmen, die ich absolut empfehlen kann.
Punkte
4,5 von 5

