Mittwoch, 18. Juli 2012

Spider-Man (1-3)

Handlung

Peter Parker. Ein Durchschnittstyp, der in den Tag hineinlebt und wesentlich mehr mit Tollpatschigkeit, als mit Attraktivität oder Selbstbewusstsein auffällt. Nach dem Tod seiner Eltern wächst er bei seinem Onkel Ben und seiner Tante May auf, die ihn lieben, als wäre er ihr eigener Sohn. Und dann ist da Mary Jane, die Nachbarstochter, in die Peter schon lange verliebt ist. Als er eines Tages in einem Labor von einer genmanipulierten Super-Spinne gebissen wird, entwickelt er daraufhin merkwürdige Kräfte und schon bald wird aus Peter, dem Durchschnittstyp Spider-Man, der große Held. Doch in der Stadt für Gerechtigkeit zu sorgen oder sich für den Tod des Onkels zu rächen ist nicht ungefährlich, denn schon bald kommen Feinde auf, die es nicht nur auf Spider-Man absehen, sondern auch auf alles, was er liebt ...

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Meine Meinung

Bevor ich beginne sollte zunächst gesagt sein, dass ich kein besonders großer Spider-Man Fan oder so war, als ich mich letzte Woche dazu überreden ließ ins Kino zu gehen, um "The amazing Spider-Man" zu schauen. Trotzdem ging ich mit und schaute mir (nach all der Kritik von Leuten, die die ersten drei Verfilmungen sehr gut fanden) anschließend am vergangenen Wochenende die "Originalfilme" an. Und ich muss sagen, dass ich sehr überrascht war, weil ich damit gerechnet hätte, dass mir diese nicht allzu sehr gefallen würden.
Der Regisseur Sam Raimi hat aus der Geschichte um Spider-Man (die ursprünglich aus einem Comic bestand) wirklich großes Kino gemacht. Im Vergleich zu "The amazing Spider-Man" sind die Charaktere in den drei Teilen viel tiefgründiger dargestellt, mit wesentlich mehr Hintergrund. Was in der "Kurzfassung" selbstverständlich anders kaum möglich ist, mir aber dennoch wirklich fehlte. Nicht nur Peter selbst, sondern auch Mary Jane, Tante May, Harry und einige andere Rollen, ja bis hin zum Chef einer Agentur, bekommen ihren ganz eigenen Charakter und nehmen ihren Platz im Film ein, ohne zu kurz zu kommen, ganz egal, wie klein die Rolle auch ist.
Raimis Liebe zum Detail spürt man darüber hinaus aber sowieso in allen drei Filmen, die bis zum Schluss nicht an Spannung verlieren. Vor allem von der Bildarbeit war ich begeistert, die wirklich nicht zu wünschen übrig lässt. Mit guten Kampfszenen, interessanten Laborversuchen, tollen Charakteren und einem gewissen Charme, der sich durch die Filme zieht, schafft er es tatsächlich, die Geschichte am Laufen zu halten, ohne dabei unnötig viel in die Länge zu ziehen oder sich zu wiederholen. Die Filme zeigen nicht stundenlang Spider-Man, der durch die Gegend fliegt und irgendwelche Wesen bekämpft, nein. Es ist wirklich ausreichend viel Hintergrund dabei, genügend realistische Handlung drum herum, die das Ganze wirklich sehenswert macht.
Bei einigen Szenen, dachte ich zwischendurch "Ja, natürlich. Jetzt wirkt es doch ein wenig überzogen", was allerdings nicht häufig vorkam und durch den Rest auch schnell wieder gut gemacht war. Die Schauspielerischen Leistungen haben mir gefallen, besonders Tobey Maguire setzte sein Können bestens um und nahm seine Rolle des "typischen Studenten", sowie die des Spider-Mans hervorragend an (komisch finde ich den trotzdem xD). Die einzige, die mir nicht gefallen hat, war Kirsten Dunst. Leider kann ich nicht ganz festmachen, woran es lag. Sie gefiel mir in ihrer Rolle einfach nicht. Was ich auch etwas schade fand, da diese ja schon eine große, wichtige war.
Mein persönliches Highlight stand schon fest, als ich nach einer halben Minute Vorspann plötzlich bemerkte, dass mir diese Art der Musik doch unheimlich bekannt vorkam. Oh ja, da hatte der gute, alte Danny Elfman seine Finger mal wieder mit im Spiel. Tja und Filme mit Musik von Danny Elfman gewinnen ja allein deshalb schon (mindestens!) ein Sternchen :D Und nach allen drei Filmen muss ich sagen, hat der Herr sich wieder einmal bewiesen. HUT AB! ;)
Meine Punktvergabe ist auf alle drei Filme zusammen bezogen!

Fazit

Eine wirklich schöne Geschichte mit viel Action und dennoch ausreichend Herz und Humor ... verfilmt in drei echt guten Filmen, die ich absolut empfehlen kann.

Punkte

4,5 von 5

Montag, 9. Juli 2012

Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft

Inhalt

Als der kleine Hundewelpe Hachiko eines Abends Professor Parker an einem Bahnhof zuläuft, ahnt dieser nicht, dass dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist. Der Professor nimmt den Welpe mit nach hause, was bei seiner Frau für großen Aufruhr sorgt, da diese kein Tier im Haus haben will. Nur zögerlich nimmt sie Hachiko an, während dieser Parkers Herz im Sturm erobert. Die Familie behält den Hund und schon bald begleitet der aufgeweckte Akita sein Herrchen jeden Tag zum Bahnhof und holt ihn dort auch wieder ab. Bis er eines Tages vergeblich auf die Rückkehr Parkers
wartet ...

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Meine Meinung

Nach z.B. "Chocolat" ein weiteres Meisterwerk von Lasse Hallström. Der Filmemacher aus Schweden weiß genau, was gute Filme ausmacht - setzt in diesem Fall die Geschichte um Hachiko (nach einer wahren Begebenheit!) gekonnt und mit unglaublich viel Herz in Szene. Souverän schafft er es ohne typischen Kitsch, sondern mit viel Gefühl und Schönheit, die vertraute und von endloser Treue geprägte Beziehung zwischen Hund und Mensch darzustellen. Eine weitere Besonderheit sind die Szenen aus Sicht des Hundes. Durch Kameraeinstellung und durchdachter Bild- und Farbarbeit, gelang es Hallström sehr gut uns Augenblicke aus Sicht unserer Vierbeiner zu präsentieren. Unterstützt wird die Schönheit dieses Filmes durch dessen Soundtrack, der hauptsächlich aus Klavierstücken besteht und die Handlung passend unterstreicht. Ich muss außerdem sagen, dass er mit Richard Gere und Joan Allen (um nur zwei der vielen Talente zu benennen) eine für den Film perfekte Besetzung gefunden hat.
Schade ist, dass viele Tierfreude den Film wegen der an sich herzzerreißenden Geschichte meiden. Ich selbst "traute" mich anfangs auch nicht ihn zu sehen, muss aber im Nachhinein sagen, dass er einfach so schön gemacht ist und so viel herzliches, berührendes hat, dass es sich wirklich lohnt ihn sich anzusehen, auch wenn man die zweite Hälfte des Filmes wirklich leidet und viele, viele Tränen vergießt. Zumindest war das bei mir und einigen anderen der Fall, mit denen ich mir Hachiko ansah. Es bricht einem tatsächlich irgendwie sein Tierfreundherz und den Film zu sehen ist auch beim fünften, zehnten, zwanzigsten Mal unendlich traurig, aber es lohnt sich wirklich.

Fazit

Ein berührendes Meisterwerk über die Liebe und die Treue unserer Vierbeiner, was einfach nur verzaubert und alle Erwartungen erfüllt, wenn nicht sogar übertrifft ...

Punkt

5 von 5

Sonntag, 8. Juli 2012

Fight Club

Inhalt 

Zu Beginn des Filmes lernen wir den namenlosen Erzähler kennen. Ein zielloser Mensch, der einem Bürojob in einer amerikanischen Metropole nachgeht - ohne Ideale, Ziele und Motive. Von Stress und Schlaflosigkeit geplagt, sucht er sein "Seelenheil" in Selbsthilfegruppen. In der Gegenwart verzweifelter und totkranker Menschen, findet er dort Befriedigung. Kurze Zeit später lernt er im Flugzeug Tyler Durden kennen, der ihn sofort analysiert und durchschaut. Als der Erzähler seine Wohnung verliert und nicht mehr weiß wohin, trifft er sich mit Durden, der ihn nach einem gemeinsamen Bier auffordert ihn zu schlagen. Diese Schlägerei soll nicht die einzige bleiben und so gründen die beiden den "Fight Club". Selbstzerstörung ist hier Fortschritt, denn erst dadurch fühlt man sich lebendig ...

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Meine Meinung:

Auf den "Fight Club" bin ich in den letzten Monaten mehrmals gestoßen, als ich im Internet nach Filmideen zum Thema Schizophrenie suchte. Immer und immer wieder wurde dieser Film vorgeschlagen, ja die Leute schwärmten regelrecht von diesem "Meisterwerk" und davon, wie "außergewöhnlich und beeindruckend" er das Krankheitsbild darstelle. Da ich schon einige Filme gesehen habe, die dieses Thema behandeln, ging ich mit dementsprechend hohen Erwartungen an den Film. Und das obwohl ich kein besonders großer Fan von Brad Pitt bin.
Ich muss sagen, dass mich der "Fight Club" nicht vom Hocker gerissen, aber auch nicht komplett enttäuscht hat. Sicher ist der Film an sich gut gemacht und die Idee keine schlechte. Insgesamt durchdacht und auch an der Besetzung gibt es nicht viel zu meckern. Vor allem die beiden Hauptdarsteller gefielen mir in ihrer Rolle wirklich gut. Über schauspielerische Leistungen von Helena Bonham Carter muss - denke ich - nicht viel gesagt werden, oder?!
Während ich den Film schaute, war ich unsicher. Er war in meinen Augen nicht herausragend genug, um durch und durch begeistert zu sein, aber keinesfalls schlecht oder gar langweilig genug, um ihn nach der Hälfte schon auszumachen. Vom Regisseur David Finch habe ich vor langer Zeit auch den Film "Sieben" gesehen. Ähnlich wie beim "Fight Club" fesselte er mich, obwohl ich gleichzeit Ekel und auch eine merkwürdige Art von Unwohlsein empfand.
Mir persönlich floss zu viel Blut. Im Mittelpunkt krasse Schlägereien, die meiner Meinung nach auch wesentlich mehr im Vordergrund standen, als seine psychische Störung. Selbstverständlich zog sich diese von Anfang an durch den Film, aber nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, nach den vielen positiven Kritiken. Von der Handlung her dennoch tiefgründiger, als es zunächst scheinen mag und auf jeden Fall ein Film, den ich mir trotzdem irgendwann kaufen und sicher noch mal sehen werde. Ansonsten ein gutes Ende und zumindest doch ausreichend Aufklärung.

Fazit:

Abgesehen davon, dass der Schwerpunkt nicht so lag, wie ich es für meinen Geschmack gern gehabt hätte, kann man insgesamt doch sagen: Ganz sicher ein guter Film mit super Besetzung.

Punkte:

3 von 5